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Zuchtordnung des A.C.H.

1.Allgemeines

    1.1 
    Die Zuchtordnung ist für alle Züchter des A.C.H. Deutschland e.V. verbindlich

    1.2 
    Das Tierschutzgesetz ist von den Züchtern zu beachten

    1.3  
    Der A.C.H. Deutschland e.V. ist berechtigt, die Einhaltung der Zuchtordnung durch einem von ihm beauftragten Vertreter zu überwachen.

2. Züchter

    2.1 
     Nur Mitglieder des A.C.H. Deutschland.e.V. können Züchter im A.C.H. Deutschland e.V. werden.

    2.2  
    Als Züchter gilt der Eigentümer der Zuchthündin zum Zeitpunkt des Belegens, wenn ein gültiger Zwingerschutz vorliegt oder beim A.C.H. Deutschland e. V. beantragt wurde oder wird.

     

3. Zuchtvorraussetzungen

    3.1 
    Es dürfen nur Hunde zur Zucht verwendet werden, die die Zuchttauglichkeit (siehe 5. Zuchttauglichkeit) erlangt haben und einen Abstammungsnachweis eines anerkannten Zuchtvereines besitzen.

    3.2 
    Die zuchttauglichen Tiere von Züchtern, die aus anderen Vereinen kommend in den A.C.H. eingetreten sind, werden, sofern sie den Anforderungen der A.C.H.-Zuchtordnung entsprechen, ohne weiteren Nachweis der Zuchttauglichkeit anerkannt.

    3.3  
    Hunde mit Registernachweisen (ohne vollständigen Nachweis der Vorfahren) sind nicht zur Zucht zugelassen.

    3.4  
    Die artgerechte Haltung und Aufzucht der Welpen muss beim Züchter gewährleistet sein.

    3.5 
    Neuzüchter haben sich vor dem ersten belegen ihrer Hündin bei ihrem zuständigen Zuchtwart genau über die Durchführung der Zucht beraten zu lassen.

    3.6 
    Folgende Verpaarungen in der Zucht sind grundsätzlich untersagt:
    Eltern-Kinder
    Geschwister
    Halbgeschwister

  • 3.7
    Ein Züchter des A.C.H. Deutschland e.V. darf nicht in anderen Vereinen züchten. Ferner ist es nicht gestattet, dass eine im gleichen Haushalt lebende Person Hunde gleicher Rasse in einem anderen Verein züchtet.

4. Zwingerschutz und Zwinger

    4.1  
    Der Zwingername ist der "Zuname" des Hundes und muss vom Züchter schriftlich beim A.C.H. Deutschland e.V. beantragt werden.

    4.2  
    Der Zwingername kann nur im A.C.H. Deutschland e.V. geschützt und einmalig vergeben werden. Der Zwingerschutz gilt nur für A.C.H. Mitglieder, bei Erlöschen der Mitgliedschaft erlöscht auch der Zwingerschutz.

    4.3  
    Der Zwingername ist nicht veräußerbar, kann aber unter Umständen nach vorheriger Absprache mit dem Vorstand "vererbt" werden.

    4.4 
    Die Rufnamen eines Wurfes müssen mit demselben Buchstaben beginnen. Diese Rufnamenvergabe erfolgt alphabetisch, d. h. der erste Wurf eines Züchters beginnt mit A, der weite mit B, usw.

    4.5 
    Für Züchter, die ihren Zwingerschutz nach dem 10.05.2008 beantragen, ist eine Zuchtstättenkontrolle Pflicht. Eine Zuchtstättenkontrolle erfolgt durch einen Zuchtwart oder Beauftragten der DKZ e.V.. Diedadurch anfallenden Gebühren sind an den Zuchtwart/Beauftragten zu entrichten.

5. Zuchttauglichkeit

    5.1 
    Für Hunde, die zur Zucht verwendet werden sollen, muss vor dem Belegen der Beweis der  Zuchttauglich erbracht werden. Die Voraussetzung zur Prüfung der Zuchttauglichkeit hat ein Hund erfüllt, wenn er ab der Jugendklasse auf drei vom A.C.H. Deutschland e.V. anerkannten  Ausstellungen vorgestellt wurde. Bei mindestens einer der Ausstellungen muss der Hund in der Offenen Klasse ausgestellt worden sein und die Mindestqualität erreicht haben (Rüden ab "vorzüglich", Hündinnen ab "sehr gut").
    Für Hunde über 45cm muss außerdem der Nachweis über HD, ED und OCD erbracht werden und es dürfen im Gebiss nicht mehr als 2 Prämolare in der Prämolarfolge fehlen. Der Zuchtpartner muss vollzahnig sein. A.C.H. oder DKZ-Richter und -Zuchtwarte sind berechtigt, zuchttauglich zu schreiben. Hierzu sind die vom A.C.H. erstellten Zuchttauglichkeitsanträge zu verwenden. Bei Hunden mit A.C.H. - Abstammungsnachweisen ist die Zuchttauglichkeit auf den Seiten 2 & 3 des Ahnenpasses einzutragen.
    Ein Hund kann, wenn kein A.C.H. oder DKZ- Zuchtwart verfügbar ist, auch auf einer Ausstellung eines vom A.C.H. Deutschland e. V. anerkannten Vereines von einem Richter zuchttauglich geschrieben werden, sofern die hier aufgeführten Voraussetzungen von dem Hund erfüllt und von dem Richter überprüft werden.

    Das Ergebnis der Prüfung wird auf der Ahnentafel des betreffenden Hundes eingetragen und vom Prüfer (Zuchtwart / Richter) bestätigt.

    5.2 
    Zur Aufrechterhaltung der Zuchttauglichkeit müssen Zuchthunde mindestens alle 2 Jahre einmal auf einer Ausstellung ausgestellt werden. Bei Züchtern, die ihre Zuchtstätte jährlich zertifizieren lassen, entfällt diese Pflicht. Der jeweilige Nachweis ist der Wurfmeldung beizufügen.

    5.3 
    Das Mindestalter für die Zulassung zur Zuchttauglichkeitsprüfung ist für die Kleinrassen auf 15   Monate, für Großrassen (ab 45cm) auf 18 Monate festgelegt. Toy-Hunde sind ab dem 12. Monat zur Zuchttauglichkeit zugelassen.

    5.4 
    Alle Kleinrassen (unter 45 cm Widerristhöhe), die zur Zucht verwendet werden sollen, müssen zur Feststellung von Patella Luxation (PL) untersucht werden.
    Die Auswertung der Befunde muss durch eine Auswertungsstelle des A.C.H. Deutschland e.V. erfolgen und auf dem PL-Auswertungsbogen des A.C.H. eingetragen werden. Nur Hunde mit dem Befund PL-0 / frei von PL-1 sind zur Zucht zugelassen. Hunde mit Pl-1 dürfen nur mit Hunden verpaart werden, die PL-0 / frei sind. Hunde mit PL-2 sind von jeglicher Zucht ausgeschlossen.

    5.5 
    Alle Hunde über 45cm Widerristhöhe, die zur Zucht verwendet werden sollen, müssen zur  Feststellungvon Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogengelenkdysplasie (ED) und Osteochondrosis dissecans (OCD) geröntgt werden. Die Auswertung der Befunde muss durch eine Auswertungsstelle des A.C.H. Deutschland e.V. erfolgen und auf den HD,  ED- und OCD -Auswertungsbögen des A.C.H. eingetragen werden. Für Hunde unter 45cm wird das Röntgen (HD,ED&OCD) empfohlen, ist jedoch nicht vorgeschrieben

    5.6  HD, ED & OCD Formel HD-Formel:
        0 = frei / A1, A2
        1 = Übergangsform/ B1, B2
        2 = leicht / C1, C2
        3 = mittel / D1, D2
        4 = schwer / E1, E2

    Folgende Verpaarungen sind NUR bei Neufundländern & Landseer zulässig:

    HD-0 darf mit HD 1 & 2 verpaart werden

    HD-1 darf mit HD-0 & 1 verpaart werden

    HD-2 darf NUR mit HD-0 verpaart werden

    Für alle anderen Großrassen gilt:

    Hunde mit HD-1 und 2 dürfen nur mit HD-freien Hunden gepaart werden. Ein Zuchtpartner muss unbedingt HD-frei sein.

     Tiere mit mittlerer und schweren HD sind von jeglicher Zucht ausgeschlossen.
     

    ED-Formel: Grad 0          
             : Grad l          
             : Grad ll          
             : Grad lll

    Ab ED Grad ll sind Hunde nicht mehr zur Zucht zugelassen. Hunde mit ED-l dürfen nur mit ED -freien (Grad0) Hunden gepaart werden.OCD-Formel: Nur OCD-freie Hunde dürfen zur Zucht zugelassen werden.

    Auswertungsstellen im A.C.H. Deutschland e.V.

    5.7 
    Sollte die Auswertung angefochten werden, besteht die Möglichkeit, nach Absprache mit dem Vorstand,eine zweite Auswertung in Form eines Obergutachtens, bei einer anderen A.C.H. -Auswertungsstelle in Auftrag zu geben. Die Kosten hierfür trägt der Züchter, bzw. Halter. Das   Ergebnis dieses Gutachtens ist für alle Seiten bindend. 

6. Zuchtdauer

    6.1 
    Nach dem vollendeten 8. Lebensjahr dürfen Hündinnen nicht mehr zur Zucht verwendet werden. Für hochwertige Vererber kann der Vorstand des Allgemeinen Clubs der  Hundefreunde Deutschland e. V. eine Sondergenehmigung für einen weiteren Wurf erteilen, wenn weiterhin alle Voraussetzungen für die Zuchttauglichkeit vorhanden sind. Dem Antrag auf Genehmigung ist eine tierärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Verträglichkeit eines weiteren Wurfes beizufügen. Diese Genehmigung ist vor dem Belegen zu beantragen.

    6.2 
    Das Zuchtalter von Rüden ist unbegrenzt.

7. Durchführung der Zucht

    7.1 
    Die Zuchttiere müssen vom gleichen Typ sein.

    7.2 
    Der Züchter kann sich bei der Wahl eines geeigneten Deckrüden von einem Zuchtwart beraten lassen.

    7.3 
    Zuchttauglichkeiten anderer Verbände werden vom A.C.H. Deutschland e. V. anerkannt, sofern     sie nachden Richtlinien dieser Zuchtordnung erworben wurden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass bei Hunden über 45cm die Auswertung auf HD,ED & OCD Und bei Hunden unter 45 cm die Auswertung auf PL nach den hier festgelegten Standards erfolgt.

    7.4 
    Der Deckakt ist durch Ausfüllen des Deckscheines,der durch den Rüdenbesitzer zur Verfügung gestellt werden muss zu dokumentieren. Der A.C.H.  Deutschland e.V. empfiehlt, dass Züchter und Deckrüdenbesitzer einen Deckvertrag schließen. Die Modalitäten des Vertrages sind Sache der Vertragspartner.

    7.5 
    Der Wurf muss dem A.C.H. oder DKZ - Zuchtwart spätestens 3 Tage nach der Geburt mit aktuellen Welpenfoto auf dem möglichst die Welpenanzahl zu erkennen ist gemeldet werden.

    7.6 
    Nach vollendeter 6. Lebenswoche erfolgt die Wurfabnahme durch einen A.C.H.-oder DKZ -Zuchtwart. In Ausnahmefällen (siehe punkt 9.4, Fahrtkosten) kann die Wurfabnahme auch durch einen Tierarzt erfolgen.Der bei der Wurfabnahme ausgestellte Wurfmeldeschein muss bis spätestens 12 Wochen nach dem Wurftag an das Zuchtbuchamt geschickt werden. Wird der Wurfmeldeschein später eingereicht, werden keine Papiere für den Wurf ausgestellt

    7.7 
    Bei der Wurfabnahme durch den Zuchtwart werden diesem das Muttertier und die Welpen gezeigt. Diese werden auf sichtbare Fehler geprüft und Fehler gegebenenfalls auf dem DKZ -Wurf-Meldeschein eingetragen. Ferner ist ein Vermerk einzutragen, aus dem hervorgeht, dass der Wurf und das Muttertier vorgeführt wurden. Die Richtigkeit der Angaben auf dem Wurf -Meldeschein sind vom Züchter durch Unterschrift und vom Zuchtwart/Tierarzt durch Unterschrift und Stempel zu bescheinigen.

    7.8 
    Kleinrassen (unter 45 cm): Die Abgabe der Welpen erfolgt frühestens nach 10 Wochen Großrassen (über 45 cm): Die Abgabe der Welpen erfolgt frühestens nach 8 Wochen. Die Welpen müssen bei Abgabe entwurmt, geimpft und gekennzeichnet sein.

    7.9 
    Der Züchter ist verpflichtet, beim Verkauf der Welpen den Käufer auf ihm bekannte Mängel aufmerksam zu machen.

    7.10
    Welpen dürfen nicht an Hundehändler, Versuchslabore oder Ähnliches verkauft werden.

8. Anzahl der Würfe & Welpen

    8.1 
    Eine Hündin darf innerhalb von 12 Monaten 2 Würfe haben, dann muss 12 Monate pausiert werden. Bei einem Wurf innerhalb von 12 Monaten entfällt eine Pause. Gerechnet wird der Zeitraum von Decktag zu Decktag.

    8.2 
    Der A.C.H. Deutschland e. V. erhebt keine Limitierung der Welpenzahl. Zieht ein Züchter einen größeren Wurf auf, so muss unbedingt verlangt werden, dass die Hündin tatkräftig unterstützt   wird und die Welpen rechtzeitig, mindestens ab der 3. Woche, zugefüttert werden.

9. Wurfabnahme und Kennzeichnung

    9.1 
    Die Wurfabnahme erflogt grundsätzlich durch einen Zuchtwart (A.C.H. / DKZ) oder Tierarzt. Ausnahmefälle siehe 9.4

    9.2 
    Es muss ein Wurf-Meldeschein der DKZ e.V. verwendet werden und komplett mit allen Anlagen ausgefüllt werden.

    9.3 
    Die Welpen müssen durch einen Microchip gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung muss im Wurf-Meldeschein (Anlage 1 zur Wurfmeldung) eingetragen werden.

    9.4 
    Aufwandsentschädigung für den Zuchtwart:
        Wurfabnahme pro Welpe   6,- Euro
        Fahrtkosten pro Kilometer  0,35,- Euro

    Diese Aufwandsentschädigung ist direkt an den Zuchtwart zu entrichten. Bis zu einer Entfernung von 100km (einfache Strecke vom nächstgelegenen Zuchtwart bis Züchter) müssen 0,35/km an den Zuchtwart gezahlt werden; ab 101 km bis 150 km (einfache Strecke vom nächstgelegenen Zuchtwart bis Züchter) kann eine Pauschale mit dem Zuchtwart ausgehandelt werden. Ab 151 km (einfache Strecke vom nächstgelegenen Zuchtwart bis Züchter) kann ein Tierarzt die Wurfabnahme nach den Anforderungen dieser Zuchtordnung durchführen.

10. Zuchtbuch

    10.1 
    Die Eintragung der Welpen in das A.C.H.-Zuchtbuch erfolgt erst nach der Wurfabnahme.

    10.2 
    Folgende Unterlagen sind beim A.C.H.- Zuchtbuchamt einzureichen :

      1.
      Abstammungsnachweise der Elterntiere (Kopie), sofern diese dem Zuchtbuchamt nicht vorliegen

      2.
      Zuchttauglichkeiten der Elterntiere, sofern diese dem Zuchtbuchamt nicht vorliegen.

      3.
      Vollständig und leserlich ausgefüllter Deckschein

      4.
      Vollständig und leserlich ausgefüllte Wurf-Unterlagen.
      Für die Richtigkeit der Angaben unterzeichnet der Züchter rechtsverbindlich den Wurf -Meldeschein.

      5.
      Titel und Championate (Kopie)

      6.
      Den Nachweis über 5.2
       

11. Verstöße

    11.1
    Bei Verstößen gegen die Zuchtordnung kann der Vorstand des A.C.H. Deutschland e.V. Strafen aussprechen.

    11.2 
    Folgende Strafen sind je nach Verfehlung möglich:

      1.
      schriftliche Verwarnung

      2.
      Eintragssperre eines Wurfes

      3.
      zeitlich begrenztes Zuchtverbot für einen oder mehrere Hunde

      4.
      dauerhaftes Zuchtverbot für einen oder mehrere Hunde

      5.
      bei besonders schweren Verstößen oder mehrmaliger Missachtung der Zuchtordnung, Zuchtverbot des Züchters und Ausschluss aus dem A.C.H. Deutschland e. V.Leztere Maßnahme bedarf den Beschluss des Vorstandes.

12. Sonstiges

    12.1
    Änderungen der Zuchtordnung können nur durch den Beschluss der Mietgliederversammlung erfolgen.

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